Ibrahim al-Koni: Ein Haus in
der Sehnsucht
Roman aus der Sahara
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich
Ein Nomade leistet einen ungewöhnlichen Schwur: Er schwört,
ein Haus zu bauen, desgleichen die Wüste noch nie gesehen hat.
Dieser Wunsch hat ihn von klein auf beseelt, ja er hat schon vor Urzeiten
von ihm Besitz ergriffen, er ist ursprünglich wie seine Seele.
Einmal auf die Welt gekommen, richtet der Mann sein ganzes Trachten
darauf, dieses Haus zu bauen.
Er löst sich von seinem Stamm und von der Wüste, der Umgebung
also, die dem Menschen, in Ibrahim al-Konis Vision, einzig die Freiheit
garantiert. Er siedelt sich in einer Oase an und gründet eine Familie.
Um seinen Traum zu finanzieren, begibt er sich zunächst auf Salzsuche
in der Hoffnung, es gegen Gold eintauschen zu können. Doch das
eingetauschte Gold rinnt ihm durch die Finger.
Schliesslich betreibt er Karawanenhandel – auch das erfolglos.
Alles geht schief, und am Ende muss er einsehen, dass alles Trug war,
dass alle Mühen vergeblich waren, dass die einzige Behausung, die
wir schliesslich finden, das Grab ist.
Mit Ein Haus in der Sehnsucht erscheint ein weiteres Werk des
mehrfach ausgezeichneten libyschen Schriftstellers auf deutsch, in dem
die Wüste zur Metapher für die Existenz überhaupt wird,
in dem die Wanderung das Leben und jedwedes Rasten den Tod bedeutet.
Pressestimme
»Ein Werk von grossartiger Intensität und geistiger Weite. Ibrahim al-Koni hat einen Roman verfasst über das Elend der Träume, die Nichtigkeit des Lebens und die mythische Dimension des Unterwegsseins.«
Der Bund
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319 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 22.50, sFr. 39.–
ISBN 978 3 85787 336 2
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