Ibrahim al-Koni: Schlafloses Auge
Aphorismen aus der Sahara
Ausgewählt und aus dem Arabischen übersetzt von Hartmut Fähndrich
»Wo es Wasser gibt, da scharen sich die Menschen, und wo sich die
Menschen scharen, da entflieht die Freiheit.«
»Die Bäume leben mit der Ankunft des Frühlings auf, während
wir trotz der Ankunft des Frühlings sterben.«
Grosse Gedanken in einen kleinen Satz zu packen, eine potentiell ausführliche
Erörterung in wenige Worte zusammenzufassen – das ist die Kunst des
Aphorismus.
Es ist eine Kunst, in der sich Ibrahim al-Koni, der Autor aus der Sahara,
für den die Wüste die Welt ist und die Welt sich aus Gegensätzen
aufbaut, seit Jahren übt. Inzwischen hat er neun Bände mit Aphorismen
veröffentlicht. Sein Werk umfasst damit verschiedene Prosagattungen
von sehr unterschiedlicher Länge: Neben mehrteiligen Romanen von
mehreren Hundert Seiten hat al-Koni zahlreiche Kurzromane, ausserdem Erzählungen
und Essays und eben Aphorismen geschrieben.
Der Band Schlafloses Auge enthält eine Auswahl von Aphorismen
zum Thema Natur – Wüste, Wasser, Baum, Felsen, Meer, Feuer, Wind
– und ist illustriert mit farbigen Fotos des französischen Fotografen
Alain Sèbe, der mehrere Bildbände über die Sahara und
die Kultur der Tuareg publiziert hat, und seines Sohnes Berny.
Pressestimme
»Das aphoristische Werk al-Konis ist auch eine Quintessenz aus seinem erzählerischen Werk. Das Ringen gegen die Verführungen der Zivilisation stellt sich in den Aphorismen als ein Ringen um den Glauben, um die Liebe eines Gottes namens Natur dar.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Mit 32 Farbfotos von Alain und Berny Sèbe
143 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 18.90, sFr. 34.–
ISBN 978 3 85787 320 1
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