Ibrahim al-Koni: Die verheissene
Stadt
Roman aus der Sahara
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich
Am Ende von Ibrahim al-Konis Roman Die verheissene Stadt steht die
Stadt tatsächlich, und sie hat einen Namen: Tân Amghâr,
das Land des Stammesführers. Der Stamm ist sesshaft geworden, entsprechend
dem Geheiss – so will es der allgemeine Glaube – des verstorbenen
Stammesführers, über dessen Grab ein Heiligtum errichtet wurde.
Dieses ist Ausgangspunkt und Zentrum des neuen Lebens. Der Wille des Stammesführers,
übermittelt durch die ihm »vermählte« Jungfrau,
leitet weiterhin die Bewohnerinnen und Bewohner des »kleinen Wâw«,
wie der Volksmund die Stadt nennt.
Das grosse Wâw, das Paradies, aus dem die Menschen einst vertrieben
wurden und das wiederzufinden sie sich ein Leben lang mühen und es
in vielerlei Form zu erkennen glauben – dieses grosse Wâw
bleibt auf Erden unerreichbar. Seiner ansichtig zu werden ist ein menschlichem
Willen entzogener Gnadenakt.
Mit Die verheissene Stadt liegt ein weiteres kunstvoll komponiertes Werk
von poetischer Kraft und philosophischer Weisheit des grossen libyschen
Schriftstellers vor.
Pressestimmen
»Ein Autor, der gleich mehrere Stile der Weltliteratur
des 19. und 20. Jahrhunderts in solcher Vollendung beherrscht, dass man
ihm eigentlich ohne Umschweife den Nobelpreis verleihen müsste.«
Freitag
»Und wieder hat al-Koni einen zauberhaft träumerischen Wüstenroman geschrieben: Wie die Zugvögel über die karge Landschaft ziehen und den Lebensrhythmus und die Sehnsüchte der Wüstenbewohner bestimmen, wie ein Stammesführer, der viel lieber als Dichter weitergelebt hätte, seine Leute dazu bringt, sesshaft zu werden, und wie aus dem festen Zeltlager schliesslich eine Stadt entsteht, die von ihren Einwohnern ›das kleine Wâw‹, das kleine Paradies, genannt wird – all dies beschreibt Ibrahim al-Koni in Traumbildern mit starker Anziehungskraft, ohne dabei kitschig zu werden.«
Mittelland Zeitung
»Der libysche Erzähler Ibrahim al-Koni setzt in seinem Roman aus der Sahara der Wüstenwelt der Nomaden ein poetisches Denkmal.«
Der Spiegel
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234 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 19.90, sFr. 34.90
ISBN 978 3 85787 370 6
Lenos Pocket 153
234 Seiten, broschiert
€ 12.80, sFr. 18.–
ISBN 978 3 85787 753 7
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