Ibrahim Aslan: Die Spatzen vom Nil
Roman aus Ägypten
Aus dem Arabischen von Doris Kilias


Schauplatz der Spatzen vom Nil ist – wie in Ibrahim Aslans berühmtem Roman Der Ibis – das lebendige Kairoer Stadtviertel Imbâba. Mit liebevollem Blick und burleskem Humor, der oft ins Tragische kippt, erzählt Aslan die Geschichte einer vom Land in die Metropole übergesiedelten Grossfamilie.

Das mysteriöse Verschwinden der Grossmutter Hânem konfrontiert Abdallâh mit leidigen Familienverpflichtungen: Als ältester Enkel ist es seine Aufgabe, die schrullige alte Dame im Dorf ihrer Herkunft zu suchen. Und hätte er sich nicht schon seit Jahren um das verlorene Landrecht, an das so viel Hoffnung und Nostalgie der ganzen Familie geknüpft ist, kümmern sollen? Abdallâh macht sich auf die Reise – diese führt ihn allerdings nicht aus Kairo heraus, sondern auf eine gedankliche Wanderung in die Vergangenheit rund um die komplexen Beziehungsgeflechte seiner Familie.

In den witzigen und raffiniert verschachtelten Episoden wird deutlich, dass nicht die grossen Ereignisse, sondern die kleinen Alltagsabsurditäten die Menschen und ihre Lebenssituation bestimmen. Mit einem Auge für skurrile Details entwirft Ibrahim Aslan das bunte Panoptikum einer Familie, die sich in der Grossstadt zurechtfinden muss.


Pressestimme

»Scharfsichtig und zugleich liebevoll beschreibt Ibrahim Aslan das Leben und Überleben der vom Land in die Hauptstadt Ausgewanderten, ihre Versuche, sich eine Existenz aufzubauen, ihre kleinen Tricks und Schliche, mit denen sie einer gleichgültigen Umwelt ein paar Vorteile abzutrotzen versuchen.«

Papyrus


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171 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 18.–, sFr. 32.–

ISBN 978 3 85787 360 7

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