Corina Caduff: Land in Aufruhr
Die Künste und ihre Schauplätze


Weshalb lesen wir vor dem Einschlafen? Was ist das »Lesen im Bett« eigentlich für eine Szene? Wie bringt uns Musik zum Weinen? Was hat der iPod mit dem Teddybär des Kleinkindes zu tun, und was soll die Kunst im Foyer der Crédit Suisse am Zürcher Paradeplatz?

Die Fragen machen es deutlich: Corina Caduff erkundet in ihren Essays zur ästhetischen Erfahrung ganz unterschiedliche Schauplätze der Künste. So pilgert sie wegen eines Romans ins Genfer Forschungslabor CERN; sie untersucht, wie wir im Museum oder im Theater als Kunstbetrachter initiiert werden; sie erzählt von Gesprächen in Seminaren und von eigenen Lektüren, und sie denkt über das Wesen der Musik und die Autorenlesung nach. Am Anfang des Bandes zeigt sie anschaulich, wie sich unser Selbst herausbildet und was der künstlerischen Selbstdarstellung zu Grunde liegt. Damit legt sie eine Selbst-Spur, die aus der ästhetischen Erfahrung nicht wegzudenken ist. »Durchhören«, ein Wort von Ingeborg Bachmann, wird ihr zum Losungswort für all das, was uns die Künste möglich machen an Erkenntnis, an Trauer und an Glück.

Land in Aufruhr ist ein Parcours durch die Künste, der scheinbar Entlegenes (»Die Träne und die Disziplin«) genauso behandelt wie klassische Themen (»Was kann die Literatur, was kann der Leser?«). Ein Essayband, der auf originelle und leichte Weise durchhören lässt durch verschiedenste Facetten der ästhetischen Erfahrung.


Mehr Informationen zu Corina Caduff in unserem Autorenverzeichnis.



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160 Seiten, broschiert
sFr. 18.–, € 9.95.–
Lenos Pocket, Band 107


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