Blaise Cendrars: Ich bin der Andere
Gesammelte Gedichte
Herausgegeben von Claude Leroy
Aus dem Französischen von Peter Burri
1912 macht in Paris ein neuer, 25jähriger Dichter von sich reden:
Mit seinem langen Poem »Ostern«, das für einen existentiellen
Wendepunkt in seinem jungen Leben steht, begründet der damals schon
weitgereiste Blaise Cendrars aus La Chaux-de-Fonds seinen frühen
Ruhm. 1913 überrascht er die Pariser Szene aufs neue: Zusammen mit
der Künstlerin Sonia Delaunay publiziert er das legendäre Gedicht
»Die Prosa von der Transsibirischen Eisenbahn«, ein
zwei Meter langes Leporello, auf dem Wort und Malerei eine bisher noch
nie gesehene Symbiose eingehen. Bis 1924 folgen von Cendrars dann immer
wieder Gedichtzyklen, mit denen er sich seinen festen Platz in der Geschichte
der französischen Moderne erschreibt. Wie sein Zeitgenosse Guillaume
Apollinaire bricht Cendrars radikal mit den Traditionen des 19. Jahrhunderts
und gibt dem Aufbruch des frühen 20. Jahrhunderts eine eigene, unverstellte
und subjektive Sprache. Denn Cendrars gehörte nie einer »Schule«
an, sondern ging eigenständige Wege: im Schreiben wie auch im Leben.
Ich bin der Andere präsentiert erstmals sämtliche Gedichte
von Blaise Cendrars, angereichert um 41 bisher unbekannte Beispiele aus
dem Nachlass, in einer kommentierten Ausgabe und in einer neuen deutschen
Übersetzung.
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517 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 28.90, sFr. 49.80
ISBN 978 3 85787 347 8
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