Blaise Cendrars: Auf allen Meeren
Aus dem Französischen von Giò Waeckerlin Induni
Aix-en-Provence, 1940–1947. Im Süden Frankreichs hält
sich ein Schriftsteller versteckt, der als Wahlfranzose zuvor die ganze
Welt bereist und in sein Schreiben aufgenommen hatte: Blaise Cendrars.
Ein Autor, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Avantgarde gehörte
und der zum Schreiben immer das Reisen und die Begegnung mit fremden Menschen
und Kulturen brauchte, hält in kriegsbedingter Immobilität literarisch
Rückschau. 1944, im Jahr der Befreiung von Paris, schreibt Cendrars
in Aix seinen Lebens-»Roman« in Stücken: Die
Signatur des Feuers, Die rote
Lilie, Auf allen Meeren und Rhapsodie der Nacht, eine geballte Ladung von Erinnerungen,
die entscheidende Lebenserfahrungen an elf europäischen Hafenstädten
festmacht und von da aus das Universum des Cendrarsschen Schreibens reportagehaft
sichtet.
Mit Auf allen Meeren wird der legendenumwobene Autor auch als
sein eigener Legendenbildner und gleichzeitig als Chronist seiner Schlüsselerlebnisse
greifbar – und als ein Schriftsteller, der sein Metier auch in Zeiten
der Not beherrschte.
Pressestimme
»Cendrars ist ein genialer Fabulierer, der aus dem Vollen, dem
Unerschöpflichen schöpfen kann, begabt zudem mit einem unfehlbaren
Gedächtnis (wenn es fehlt, springt die Phantasie ihm bei) und einer
grossen Beeindruckbarkeit. Gegen die Üppigkeit und Ausgedehntheit
seiner Beschreibungen wirkt Zola wie ein Waisenknabe.«
Neue Zürcher Zeitung
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549 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 23.95, sFr. 44.–
ISBN 978 3 85787 274 7
Lenos Pocket 114
549 Seiten, broschiert
€ 14.–, sFr. 24.80
ISBN 978 3 85787 714 8
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