Ali Ghalem: Die Frau für meinen Sohn
Roman aus Algerien

Nach alter Tradition werden die 17jährige Fatiha und der 30jährige Hossin, der einige Jahre als Gastarbeiter in Frankreich gelebt hat, von ihren Eltern zur Ehe gezwungen: Am Tag ihrer Vermählung begegnen sie sich zum erstenmal. Für die strenggläubigen Eltern des Paars ist die Fortführung der alten Bräuche die einzige Garantie für das Glück ihrer Kinder in einer Welt, die sie nicht mehr verstehen.

Nach einigen Wochen streng überwachten »Eheglücks« kehrt Hossin nach Frankreich zurück, da er in der Heimat keine Arbeit findet. Fatiha, allein und schwanger in der neuen Familie zurückgelassen, beginnt sich gegen das Althergebrachte – verkörpert durch ihre autoritäre Schwiegermutter – zu wehren und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.


»Das Buch ist umhüllt von arabischen Schleiern, durchbrochen von humorvollen Momenten. Es ist ein Appell an die Ungleichheit, die Heldin eine glühende Aufforderung zur Identität. Die norwegische Nora hat eine algerische Schwester bekommen.« – Der Tagesspiegel

»Noch nie habe ich die islamische Tradition des Verhältnisses zwischen Mann und Frau so konkret, zurückhaltend und doch haarscharf beschrieben gefunden.« – Brigitte



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Erscheint im Februar 2004
Aus dem Französischen von A. Bucaille-Euler und S. Thauer-Kalberlah
272 Seiten, broschiert
CHF 19.– / EUR 9.95
ISBN 3 85787 683 2
Lenos Pocket, Band 83
3. Auflage



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