Alia Mamduch: Die Leidenschaft
Roman aus dem Irak
Aus dem Arabischen von Regina Karachouli
In ihrem kunstvoll komponierten Roman schildert Alia Mamduch die Begegnung
von vier Exil-Irakern in England: Mussaab, reich, mächtig und polygam,
trifft mit seiner vierten Ehefrau, Widâd, jung, hübsch und
unterwürfig, in London ein, wo sie von Mussaabs zweiter Frau Huda
und ihrem gemeinsamen Sohn Mâsin, der in England studiert und
schon ein halber Europäer geworden ist, erwartet werden.
In einer Art Huis-clos-Situation verbringt das Quartett in Mâsins
Haus in Cardiff einige Wochen, die immer wieder von den Ereignissen
des zweiten Golfkriegs überschattet werden. Die Situation ist explosiv,
ist doch die Leidenschaft zwischen Huda und Mussaab aller Kämpfe
zum Trotz nie ganz erloschen. Die selbstbewusste und noch immer rebellische
Huda hat Mussaab einst seiner zahllosen Affären wegen verlassen
und führt längst ein eigenständiges Leben.
In den Reflexionen, Erinnerungen und Begegnungen der vier Personen spiegeln
sich nicht nur intime Befindlichkeiten, sondern auch mehrere Jahrzehnte
irakischer Geschichte. Alia Mamduch hat die verschiedenen Erzählperspektiven
subtil und souverän ineinander verflochten. Wie bereits in ihrem
Roman Mottenkugeln,
der im Bagdad der fünfziger Jahre spielt, überzeugt sie auch
in diesem Werk durch ihre sinnliche, poetische Sprache.
Pressestimme
»Alia Mamduch zeichnet lebensechte, starke und von Widersprüchen zerrissene Figuren und erzählt von einem subtilen Krieg der Geschlechter, in dem sich individuelle Bedürfnisse, traditionelle Werte und moderne Erfahrungen kreuzen.«
Berner Zeitung
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237 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 19.90, sFr. 34.90
ISBN 978 3 85787 353 9
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