| Abdalrachman Munif: Östlich
des Mittelmeers
Roman
Aus dem Arabischen von Larissa Bender
Aus zwei Perspektiven erzählt Abdalrachman Munif in seinem Roman die Geschichte
eines politischen Gefangenen: aus der Sicht des dreissigjährigen
Protagonisten Radschab und aus derjenigen seiner älteren Schwester
Anîssa.
Jahrelang hat der zu elf Jahren Haft verurteilte Radschab der Folter
standgehalten. Doch schliesslich – seine Mutter ist gestorben,
und die Frau, die er liebt, hat ihn verlassen – bricht er zusammen
und ist bereit, eine Art Widerruf zu unterzeichnen. Danach erhält
er die Erlaubnis, in Frankreich seine schwere Krankheit, die er sich
im Gefängnis zugezogen hat, behandeln zu lassen. Doch auch dies
nur unter der Bedingung, dass er innerhalb einer bestimmten Zeit zurückkehrt
und während seines Aufenthalts in Frankreich Landsleute bespitzelt.
Kaum entlassen, bereut er seinen »Verrat« und schämt
sich für sein »Versagen«. In Frankreich beschliesst
er, seine Erinnerungen niederzuschreiben und die Menschenrechtsverletzungen
in seiner Heimat publik zu machen. Aber die politische Realität
– eines Landes östlich des Mittelmeers – holt ihn auch
in Europa ein.
Pressestimmen
»Es ist nicht nur die beklemmend authentische
Schilderung permanenter Gewalt, der die Menschen östlich des Mittelmeers
ausgesetzt sind, sondern auch die erzählerische Professionalität,
die sogleich in den Bann zieht.«
Sächsische Zeitung
»Östlich des Mittelmeers ist der zeitgenössische Schlüsselroman par excellence über die Zerstörung des Individuums durch Folter und Staatsterror. (…) Ein radikales und sehr wichtiges Buch, und es will provozieren.«
inamo
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264 S., geb., mit Schutzumschlag
€ 22.50, sFr. 42.–
ISBN 978 3 85787 238 9
Lenos Pocket 108
266 S., br.
€ 9.95, sFr. 18.–
ISBN 978 3 85787 708 7
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