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Hassan Nasr: Dar al-Pascha
Eine Rückkehr nach Tunis
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich
Hassan Nasr schildert die Reise eines Mannes in die Vergangenheit: an
die Orte seiner Kindheit in Tunis.
»Die Pascha-Strasse durchzieht das Gassengewirr der Altstadt von
Tunis. Sie schiebt sich in ihre Tiefen, streckt ihre langen Arme aus,
schafft einen geraden Weg zwischen dem Aussenmauerviertel und dem pulsierenden
Herzen der Stadt mit seinen lebhaften Märkten. Wer das Dar-al-Pascha-Viertel
betritt, findet darin einen ganz besonderen Duft, ein Gemisch aus den
kräftigen, scharfen Gewürzgerüchen der Gässchen,
die das ganze Viertel durchziehen.«
Nach langer Zeit der Abwesenheit kehrt Murtada al-Schâmich nach
Tunis zurück. Jahrzehnte sind vergangen, seit er Familie und Heimat
hinter sich gelassen hat. Jetzt hat er nur ein Ziel: Dar al-Pascha,
das Viertel, in dem sein Vaterhaus steht, wo er, streng religiös
erzogen, eine unglückliche Kindheit verbrachte hatte. Als Halbwüchsiger
war er dann eines Tages weggelaufen und hatte das beengende Milieu vermeintlich
für immer hinter sich gelassen.
Die Reise in die Vergangenheit fällt ihm nicht leicht. Doch schliesslich
versöhnt er sich trotz der schlimmen Erfahrungen, die er an dieser
Stätte gemacht und die sein Leben verpfuscht haben, mit seinem
Vater – ja, er entschliesst sich sogar, das vom Verfall bedrohte Haus
zu renovieren.
Pressestimmen
»Der autobiographisch geprägte Roman zeigt erschütternde Bilder einer Kindheit, die tief von arabischen Familienstrukturen und islamischer Religiosität geprägt ist. Flucht, Rückkehr und versöhnliche Wiederbegegnung sind die Themen dieses reichhaltigen und kurzweiligen Buches.«
LiteraturNachrichten
»Hassan Nasrs Erinnerungsbuch erweist sich als Zeugnis eines auch heute noch weitverbreiteten arabischen Humanismus, der im Schlachtenlärm zwischen den radikalen Neuerern und den Reaktionären im Orient leider zu selten vernehmbar wird.«
Neue Zürcher Zeitung
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155 Seiten, broschiert
€ 16.50, sFr. 30.–
ISBN 978 3 85787 321 8
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