Rose-Marie Pagnard: Judiths Vermächtnis
Erzählung
Aus dem Französischen von Markus Hediger
Nach einem erneuten Selbstmordversuch ihrer Schwester gerät die zwanzigjährige
Ich-Erzählerin in eine existentielle Krise. Angst und Schuldgefühle
plagen sie, nachts hat sie Alpträume, und selbst tagsüber im
Musikhaus, wo sie arbeitet, führt sie imaginäre Gespräche
mit der jüngeren Schwester.
Als sie Judith Steinberg kennenlernt, betritt sie eine für sie neue
Welt. Die extravagante, lebensfreudige alte Dame, eine ehemalige Pianistin,
kümmert sich fürsorglich um die musikbegeisterte junge Frau,
nimmt sie mit an Konzerte, lädt sie in ihre Villa ein, führt
sie zum Abendessen aus.
Doch die innige Beziehung zu der 87jährigen zerbricht beinahe, als
Judith ihrer Protégée eröffnet, dass sie todkrank ist. Eine entsetzliche
Nachricht für die traumatisierte Ich-Erzählerin, die alles verabscheut,
was mit dem Tod zusammenhängt – und gleichzeitig der Beginn einer
Initiation. Denn, so sagt Judith kurz vor ihrem Tod: »Die wahre
Tragödie ist nicht zu sterben, sondern ohne Schönheit zu leben
und die Musik nicht zu hören …«
Mit Judiths Vermächtnis ist Rose-Marie Pagnard ein Stück
Prosa gelungen, »das eine assoziativ-reflektierende, unerhört
modern anmutende Schreibweise mit einem Gespür für Rhythmus
und Musikalität verbindet, das seinesgleichen sucht« (Der Bund).
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107 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 7.00, sFr. 10.00
ISBN 978 3 85787 333 1
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