Alice Rivaz: Das Wellental
Roman
Aus dem Französischen von Markus Hediger
Ein meisterhaft erzählter, feinfühliger Roman über emotionale
Abhängigkeiten, die Sehnsucht nach Liebe – und das verpasste Leben
Obwohl zwischen dem Erscheinen von Alice Rivaz’ Romanen Wie Sand durch
die Finger und Das Wellental 21 Jahre liegen, gehören
die beiden zentralen Werke der grossen Schriftstellerin aus der französischen
Schweiz eng zusammen. Die lange künstlerische Schaffenspause entstand
durch Alice Rivaz’ enorme berufliche Beanspruchung im Internationalen
Arbeitsamt in Genf.
In beiden Romanen sind fast alle Hauptfiguren Angestellte einer internationalen
Organisation in Genf. Das Wellental spielt im Winter 1933, nach der Machtergreifung
Hitlers; die Protagonisten begegnen sich – ausser bei der Arbeit – auf
einer pazifistischen Kundgebung und auf einer privaten Soiree. Im Mittelpunkt
stehen der Abteilungsleiter André Chateney, unglücklich verheiratet
und heimlich verliebt in die junge Stenotypistin Claire-Lise Rivier, die
mit der Tatsache fertig zu werden versucht, dass ihre grosse Liebe Marc
Jeanrenaud Männer liebt, sowie Hélène Blum, Chateneys
Kollegin und einstige Geliebte, die wider alle Vernunft noch immer nicht
von ihm loskommt.
Auch Das Wellental besticht durch Alice Rivaz’ sensible Beobachtungsgabe,
ihre suggestive, bildhafte Sprache und die raffinierten Wechsel der Erzählperspektive.
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391 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 23.95, sFr. 44.–
ISBN 978 3 85787 323 2
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