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Tajjib Salich: Bandarschâh
Roman aus dem Sudan
Aus dem Arabischen von Regina Karachouli
Der sudanesische Autor Tajjib Salich, der mit seinem ersten Roman Zeit
der Nordwanderung weltberühmt wurde, ist ein grossartiger Erzähler.
In seinem zweiten Roman Bandarschâh verknüpft er auf
faszinierende Weise moderne Erzähltechnik mit oraler Tradition.
Nach langer Abwesenheit kehrt der Intellektuelle Muhaimmîd in
das am Nil gelegene Dorf seiner Kindheit zurück: nach Wadd Hâmid,
das er während all der Jahre in Khartum in seinem Herzen bewahrt
hat und wo er einst begraben sein möchte. Doch er erkennt die Idylle
seiner Jugend kaum wieder, alles hat sich verändert. Die Frage,
warum er damals auf seine Jugendliebe Mariam verzichtet hat und weggegangen
ist, statt sich dem Willen seines Grossvaters zu widersetzen, lässt
ihn nicht mehr los. Seine Erinnerungen überwältigen ihn und
führen ihn bald über die persönliche Vergangenheit hinaus
in die Welt der Mythen – in die versunkene Zeit des legendären
Herrschers Bandarschâh und dessen Enkels Marjûd.
In seinem kunstvoll komponierten Werk, in dem sich phantastische und
realistische Elemente durchdringen, zeichnet Tajjib Salich – liebevoll
und kritisch zugleich – ein vielfarbiges Bild der islamischen Kultur
und des Lebens der Dorfbewohner zwischen Tradition und Moderne.
Pressestimmen
»Das Werk Salichs gilt als Markstein der modernen arabischen
Literatur.«
Freitag
»Indem Salich virtuos moderne Erzähltechnik mit den Legenden
der mündlichen Überlieferung verknüpft, gelingt ihm,
was seinen Figuren versagt bleibt – der Brückenschlag zwischen
islamisch geprägter Tradition und westlicher Moderne.«
Der
Spiegel
___
190 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 19.50, sFr. 36.–
ISBN 978 3 85787 322 5
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