Hans Saner: Erinnern und Vergessen
Essays zur Geschichte des Denkens

Erinnern und Vergessen ist eine Sammlung von zehn Essays zur Geschichte des Denkens, die in vier Gruppen aufgeteilt ist.

Die erste skizziert die Dialektik des Vergessens und des Gedächtnisses, wie Nietzsche sie entworfen hat. Die zweite Gruppe, Hannah Arendt gewidmet, handelt von dem, was sie selber aus dem Vergessen gezogen hat: von der Geburtlichkeit des Menschen und von dem, was man nicht mehr vergessen sollte: dass das Böse, auch wenn es grosse Ausmasse annimmt, dennoch einen banalen Ursprung haben kann, und schliesslich von dem, was ihr persönlich das Unvergesslichste war: vor dem Zweiten Weltkrieg die Liebe zu Heidegger und nach ihm die Gespräche mit Jaspers. Von Jaspers handelt dann der dritte Teil: von dem, was er Deutschland, das seine Frau und ihn vernichten wollte, nicht vergessen konnte, und von dem, woran er im Alter unausgesetzt erinnerte: dass das Land die Umkehr verpasst hatte. Der vierte Teil schliesslich handelt von der Erinnerung, was Denken eigentlich wäre und wie Jaspers, Hannah Arendt und Heidegger sich dem in Metaphern annähern.

Das Buch ist von einem Bogen umspannt: Im 19. Jahrhundert hat der junge Nietzsche die Kraft und die Kunst des Vergessens entdeckt, die das Denken aus der Umklammerung durch den Historismus befreit und den Blick in die Zukunft richtet. Im 20. Jahrhundert dagegen haben die Völker Europas die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass man nur zu schnell vergisst und verdrängt, was nicht vergessen werden dürfte.



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251 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 28.80, sFr. 36.–

ISBN 978 3 85787 358 4


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