Hans Saner: Der Schatten des Orpheus

Der Band enthält fünf Arbeiten, die um musik- und existenzphilosophische Fragen kreisen: um das Verhältnis von Musik, Liebe und Tod im altsumerischen Mythus von »Ischtars Fahrt in das Land ohne Rückkehr« und im griechischen Orpheus-Mythus; um die Liebe zu aussermenschlichen Objekten (Pflanzen, Tieren, Landschaften und Symbol-Werten) und ihre Folgen für das Leben; um das Verhältnis von Melancholie und Leichtsinn; um das Verhältnis von globaler Einheit und regionaler Vielfalt in der Musikpädagogik am Ende des 20. Jahrhunderts und schliesslich um die Beziehung von Musik und Dichtung.
Dabei werden die existentiellen Probleme in ihren Beziehungen zu den Künsten betrachtet und innerhalb der Künste überwiegend zur Musik. Das wiederum schliesst ein Verhältnis der Künste zu den entscheidenden Lebensfragen ein. Nirgends geht es um abgelöste ästhetische Probleme, aber auch nie um amusische Existenz. Die Kunst ist darin der Philosophie verwandt, dass sie in Zeichen Sinn zeigt. Deshalb befragt die Philosophie die Künste nach ihrer Wahrheit: dem anders gesetzten Sinn.


Pressestimmen

»Fünf Aufsätze weisen den Philosophen als sublimen, behutsamen Denker aus, der sich mit Fragen, nicht mit Antworten dem Verhängnis von Liebe, Tod und Musik nähert.«

Der Bund


»Das ist eine der Stärken des Existenzphilosophen Saner: dass er ein Thema – mag es noch so düster aussehen – so lange weiterdenkt, bis es einen praktikablen Alltagssinn offenbart. Das ist weder der ›Sinn des Lebens‹ der Metaphysiker noch das Chaos der Nihilisten, sondern ein Drittes: die Anleitung zu einer Fragekultur, die jedem ermöglicht, seinen eigenen Weg im Leben zu finden.«

Schweizer Feuilleton-Dienst


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136 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 16.95, sFr. 32.–
ISBN 978 3 85787 314 0

Lenos Pocket 127

136 Seiten, broschiert
€ 14.50, sFr. 18.–
ISBN 978 3 85787 727 8


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