Hans Saner: Nicht-optimale Strategien
Essays zur Politik
In der Spieltheorie wird unterschieden zwischen Spielen mit optimaler
und Spielen mit nicht-optimaler Strategie. Optimale Strategien sind Verfahren,
die unter bestimmten Bedingungen mit Gewissheit zum erwünschten Ziel
führen. Dame zum Beispiel ist ein solches Spiel. Wer anfangen darf
und keine Fehler macht, wird mit Gewissheit den Sieg davontragen. Nicht-optimale
Strategien dagegen sind Verfahren, bei denen es keine Gewissheit geben
kann, das erwünschte Ziel zu erreichen. Schach zum Beispiel ist ein
solches Spiel. Wie immer wir eröffnen: Wir können gewinnen oder
verlieren.
Hans Saner zeigt in seinen politischen Essays, dass die Politik immer
mit nicht-optimalen Strategien arbeiten muss, in denen keine Garantie
gegen das Scheitern und für das Gelingen liegt. Ebendeshalb muss
alles politische Handeln verantwortet werden und offen bleiben für
die Korrektur. Gezeigt wird das konkret an den Problemen von Verantwortung
und Schuld in der Flüchtlingspolitik der Schweiz, in der Frage nach
den Formen der Integration und der Solidarität, in den Erwägungen,
ob auf das Jahrhundert der Gewalt das Jahrhundert der Solidarität
folge, sowie in den Fragen nach den Strategien der diplomatischen Negoziation
und den Handlungen einzelner im transnationalen Widerstand. Das Gelingen
ist nicht unmöglich. Aber es ist die Ausnahme.
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208 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 19.90, sFr. 36.–
ISBN 978 3 85787 330 0
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