Gerold Späth: Mein Lac de Triomphe
Aufzeichnungen eines Fischers (das zweite Jahr)


»Draussen über dem See jetzt grad eine heraufwandernde Wolkenwand. Tief und tiefer herabhängende Schneefahnen. Die Welt wird dunkelgrau. Schon fängt es an zu flocken.«

Nach einer längeren Pause – süsse Weihnacht, böse Grippe – nimmt Jeanot, der »spätberufene Netzfischer« (»Jetzt aber nur noch hobbymässig. Den Fischfang und den Frieden pflegen.«), an Lichtmess seinen Stammplatz an der Bucht des Lac de Triomphe sowie im Engel und im Steinbock wieder ein und seine Aufzeichnungen wieder auf. Glücklicherweise. Denn der begnadete Fischer liebt – wie sein preisgekrönter Autor – »eins noch mehr als die Wogen des Wassers: die Wellen, die Worte werfen können, das Klanggesprudel aus Konsonanten und Vokalen, den Spass am Spiel mit dem Dialekt, dem Jargon, dem Gassendeutsch« (NZZ).

Und die Geschichten fallen ihm nur so zu: im Gespräch mit Frau und Tochter, mit Freunden und Verwandten oder bei Begegnungen mit Bekannten, die ihm ungefragt mitteilen, was ihnen auf der Seele brennt. Ihre Geschichten finden alle, nebst Alltäglichem, freudigen Ereignissen, Erinnerungen, Kommentaren, Aufnahme in Jeanots Carnets: »Und packt zusammen und geht nach Haus und schreibt dies und jenes auf.« Was entsteht, ist mehr als bloss ein Tagebuch. Des Fischers Aufzeichnungen, witzig, ironisch, von urwüchsiger Kraft und überbordender Phantasie, bilden einen wunderbaren, kunstvoll komponierten Reigen von schillernden Figuren und schier unglaublichen Geschichten.

Mein Lac de Triomphe ist die Fortsetzung der Aufzeichnungen eines Fischers (das erste Jahr).


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312 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 19.90, sFr. 36.–
ISBN 978 3 85787 387 4


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