Sakarija Tamer: Die Hinrichtung des Todes
Unbekannte Geschichten von bekannten Figuren
Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich und Ulrike Stehli-Werbeck


Zwei Merkmale zeichnen das Werk von Sakarija Tamer, einem der Vatergestalten der zeitgenössischen arabischen Kurzgeschichte, aus: »seine kompromisslose Ablehnung jeder Form von Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Willkür und seine ausserordentlich poetische, dichte Sprache« (Magda Barakat).
Diese Charakteristika kennzeichnen auch die vorliegenden Geschichten, deren Protagonisten allesamt bekannte historische oder mythische Figuren aus der Geschichte Westasiens in islamischer Zeit sind: Ob der für seine erotischen Gedichte und Weinlieder bekannte Dichter Abu Nuwâs, ob Schahrasâd, die berühmte Erzählerin aus Tausendundeiner Nacht, ob der halbmythische Herrscher Harûn al-Raschîd oder die blutrünstigen Eroberer Dschingis Chan und Tamerlan, ob Dschoha, die Eulenspiegelfigur aus dem Mittelmeerraum – ihre Namen sind Legende.
Indem Sakarija Tamer die berühmten Persönlichkeiten in eine andere Zeit versetzt, sie nicht unbedingt gemäss den an sie geknüpften Erwartungen agieren und die Handlung sich teilweise ins Absurde oder Groteske entwickeln lässt, verleiht er den Geschichten eine brennende Aktualität. Alle auftretenden Figuren werden in einer kurzen Einführung in ihrem historischen Kontext vorgestellt.

Pressestimmen

»Tamer reisst seine Figuren aus ihrem angestammten Kontext der arabischen und islamischen Tradition heraus und stellt sie unvermittelt in ein anderes, überraschend neues Licht.«

Frankfurter Rundschau

»Tamer dürfte einer der einflussreichsten arabischen Prosaautoren überhaupt sein. Sein Stil oszilliert zwischen Kafka und Groteske, zwischen politischer Satire und existenzialistischer Parabel.«

Neue Zürcher Zeitung


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139 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€ 16.–, sFr. 28.–

ISBN 978 3 85787 357 7

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