Jean-Bernard Vuillème:
Mit dem Gesicht zum Rücken
Roman
Eine Frau, die zwei verschiedenfarbige hochhackige Schuhe trägt,
einen roten und einen schwarzen, bringt einen Mann aus dem Konzept.
Versehen, Koketterie, Provokation? Was auch immer: Der Anblick fasziniert
H. F., den erfolgreichen Verkaufschef der Firma Rackle AG, Qualitätsklopapier,
so sehr, dass er, frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit, beschliesst,
alle Termine abzusagen und der schönen Unbekannten heimlich zu
folgen.
Was er nicht weiss: Er selbst wird beschattet, und zwar von Inspektor
If, einem Meister seines Fachs, der H. F. im Auftrag einer mächtigen
staatlichen Institution wegen seiner umstrittenen neuen PR-Kampagne
(»Lyrik auf Toilettenpapier«) eliminieren soll. Die Frau,
die sich niemals umdreht und unermüdlich weitergeht, führt
die beiden Männer aus der Stadt hinaus. Auf der stundenlangen Wanderung,
immer den Rücken des beschatteten »Objekts« vor Augen,
der wie ein Spiegel wirkt, geraten der Manager und der Inspektor ins
Sinnieren und ziehen, unabhängig voneinander, eine Art Bilanz über
ihr bisheriges Leben.
Jean-Bernard Vuillèmes Roman – der erste, der von ihm auf
deutsch erscheint – ist absurd und ironisch, mitunter satirisch,
voller Witz und Geist. Ein Spiel mit den geheimen Wünschen und
erotischen Phantasien der Männer.
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Aus dem Französischen von Markus Hediger
152 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
CHF 32.–, EUR 16.95
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