Hilde Ziegler: Ich wusste,
wohin die Reise geht
Ich wusste, wohin die Reise geht erzählt die Geschichte
einer Schau-spielerin mittleren Alters, die mit gemischten Gefühlen
nach Berlin fährt. Einerseits freut sie sich auf ihre Arbeit am
deutschen Theater, anderseits fürchtet sie die räumliche Trennung
vom Partner. Während sie versucht, ihr Leben in der fremden Stadt
zu meistern, schleichen sich nach und nach Zweifel an der Liebe ihres
Mannes ein. Der täglich kontrollierte Briefkasten bleibt leer,
ihre Briefe bleiben unbeantwortet.
In kurzen Episoden und mit einem messerscharfen Blick für Details
schildert die Frau ihre Umwelt und den Alltag in Berlin. Die dabei entstehenden
Bilder gleichen Schnappschüssen, treffen aber – genau wie
die Kommentare zum Geschehen – gezielt den Kern. Der Hang zur
Selbstironie und die spielerische Leichtigkeit stehen jedoch im scharfen
Kontrast zu ihrem eigentlichen Befinden. Der oftmals lapidar-lakonische
Ton scheint wie eine Selbstbeschwörung, um den psychischen Zusammenbruch
abzuwenden.
Der Text stammt aus dem Nachlass der Schauspielerin Hilde Ziegler, die
sich mit ihren Kindheitserinnerungen Während der Verlobung
wirft einer einen Hering an die Decke auch als Autorin einen Namen
gemacht hat.
Mehr Informationen zu Hilde Ziegler in unserem Autorenverzeichnis.
---
Mit einem Nachwort von Christa Moog
105 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
CHF 28.–, EUR 14.80
> Zurück
|
 |